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AYDOĞDU
_ Regisseurin
_ Autorin
_ Mensch
Emel Aydoğdu, *1990 in Gaziantep (Türkei), immigrierte in jungen Jahren ins Ruhrgebiet.
Sie wuchs als Kind einer kurdisch-alevitischen Familie auf und studierte Szenische
Forschung, Kunstgeschichte, Religionswissenschaft sowie Moderne und Zeitgenössische
Kunst. Studien- und Bildungsaufenthalte führten sie nach Paris und Tel Aviv. Während ihres
Studiums war sie Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung.
2011 wurde sie für ihren Dokumentarfilm Meine Oma, meine Wurzel, meine Heimat mit dem
Sonderpreis der Mercator-Stiftung im Bundeskanzleramt ausgezeichnet. Für ihre Inszenierung
Die Nacht kurz vor den Wäldern erhielt sie 2020 auf dem Festival Monospektakel X den
Jurypreis. Im selben Jahr bekam Aydoğdu das Nachwuchsstipendium des Ministeriums für
Kultur und Wissenschaft und wurde für ihre konzeptionelle Idee ARBEITS(VISIONEN) von
der Kunststiftung NRW ausgezeichnet.
Im Rahmen des bundesweiten Theaterprojekts Kein Schlussstrich (2021) wurde ihre Arbeit
Das Herz liegt begraben zum Favoriten-Festival NRW 2022 eingeladen. Ihre Inszenierung
Tragödienbastard von Ewe Benbenek wurde 2024 beim 41. Heidelberger Stückemarkt für den
Nachspielpreis nominiert.
Ihre Inszenierungen zeichnen sich durch eine poetisch-politische Auseinandersetzung mit
Erinnerung, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Machtstrukturen aus. Dabei verbindet sie
dokumentarische und performative Formen mit einer sensiblen, experimentellen Bildsprache,
in der sich das Persönliche und das Politische, das Biografische und das Kollektive, die
Körper und der Raum choreografisch ineinander verschränken. Im Zentrum steht die stetige
Suche nach neuen Formen des Erzählens jenseits hegemonialer Perspektiven und des
klassischen Sprechtheaters. Dabei nähert sie sich der Erzählung aus einer feministischen und
dekolonialen Haltung heraus.
Bisherige Arbeiten entstanden unter anderem am Schauspielhaus Bochum, am Jungen
Schauspielhaus Düsseldorf, am Theater Osnabrück, Theater Oberhausen, JES Stuttgart,
Theater Kohlenpott, Theater Konstanz, Jungen Staatstheater Braunschweig, Theater Bonn,
Maxim Gorki Theater Berlin, Hessischen Staatstheater Wiesbaden und Deutschen Theater
Berlin.
Seit der Spielzeit 2024/2025 ist sie Künstlerische Co-Leiterin der Jungen Sparte am
Hessischen Staatstheater Wiesbaden.
FAZ · Eva-Maria Magel · 16. Juni 2025
Stadtspiegel · Frank Blum · 11. Oktober 2025
kultur-kritik.net · 14. September 2024
Theater der Zeit · Stefan Keim · 21. November 2023
Interview im Magazin Theater Bonn · Sarah Tzscheppan · 16. November 2023
taz. die tageszeitung · Jens Fischer · 9. Februar 2023
Rheinische Post · 20. September 2023
_ Autorin
Auftragsarbeit für das Junge Schauspielhaus Düsseldorf
Zusätzlich aufgeführt: Theater Marburg · Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Auftragsarbeit für das Staatstheater Braunschweig
Zusätzlich aufgeführt: Staatstheater Hannover
